Docker auf Debian 9 Stretch installieren

Zum Installieren der Docker Engine auf Debian 9 – Stretch müsst ihr die folgenden Schritte befolgen:

Sicherstellen, dass ihr ein 64 bit Debian installiert habt

uname -a

Ausgabe: Linux 4.9.0-3-amd64 #1 SMP Debian 4.9.30-2+deb9u3 (2017-08-06) x86_64 GNU/Linux

hier muss ‚amd64‘ vorkommen.

Dann solltet ihr sicherstellen, dass die jeweils aktuellsten Pakete installiert sind

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

Nun muss der Docker PGP Schlüssel hinzugefügt werden

sudo apt-key adv --keyserver hkp://p80.pool.sks-keyservers.net:80 --recv-keys 58118E89F3A912897C070ADBF76221572C52609D

Dann werden die Installationsquellen angepasst

sudo /bin/su -c "echo '## Docker Repository' sudo >> /etc/apt/sources.list"
sudo /bin/su -c "echo 'deb https://apt.dockerproject.org/repo debian-stretch main' >> /etc/apt/sources.list"

Da die Quelle über HTTPS angesprochen wird, müssen wir sicherstellen, dass die folgenden Pakete installiert sind

sudo apt-get install apt-transport-https dirmngr

Dann noch die Quellen aktualisieren

sudo apt-get update

und Docker kann installiert werden

sudo apt-get install docker-engine

Damit wird die Docker Engine installiert, den Erfolg könnt ihr mir einen Hello World Skript wie folgt testen

sudo docker run hello-world

Alle Angaben ohne Gewähr – ihr solltet, wie immer, wissen was ihr vorhabt und tut :)

Netzwerk Konfiguration für Debian 9 Stretch auf OVH VM

Mit Debian 9 ändert sich die Nutzung von post-up und pre-down Regeln in der Netzwerk Konfiguration.

Bei OVH sah das Netzwerk Init Skript (/etc/network/interfaces)  bisher so aus:

post-up route add xxx.xxx.xxx.254 dev eth0
post-up route add default gw xxx.xxx.xxx.254
pre-down route del xxx.xxx.xxx.254 dev eth0
pre-down route del default gw xxx.xxx.xxx.254

Damit der Netzwerk Zugriff funktioniert muss bei Debian 9 der Eintrag wie folgt aussehen:

post-up ip route add xxx.xxx.xxx.254 dev eth0
post-up ip route add default via xxx.xxx.xxx.254
pre-down ip route del xxx.xxx.xxx.254 dev eth0
pre-down ip route del default via xxx.xxx.xxx.254

Bitte unbedingt darauf achten, dass dort statt ‚gw‘ jetzt ‚via‘ verwendet wird.

Xenserver 7 xensource.log und xenstored-access.log laufen voll – syslog Loglevel Anpassung

In XenServer 7 wurde das Layout der Dom0 Disk geändert, das Log Verzeichnis hat nun eine eigene 4GB Partition für /var/log.

In der Standard Einstellung von XenServer kann es passieren, dass diese Partition sehr schnell voll läuft.
Nun sollte man meinen, dass dieses keine größeren Auswirkungen hat – allerdings stimmt diese Annahme nicht.

Zum Beispiel wird das Einschalten des HA Modus für einen Pool in der Regel fehl schlagen.
Sollten ein oder mehrere Partitionen auf den Xen Hosts voll sein, dann kann es passieren, dass beim Einschalten der HA Funktionalität der Prozess hängen bleibt, zum Reboot einzelner Hosts führt und VMs nicht mehr erreichbar sind.

Wenn man einen Host mit einer vollen /var/log Partition neu startet, dann wird die Verbindung zum Pool fehl schlagen, in der xsconsole werden dann unter anderem keinerlei Netzwerk Informationen mehr angezeigt.

Kurz gesagt: sollten /var/log Partitionen auf Hosts in einem Xen Pool voll sein – dann kann es zum Ausfall des kompletten Pools führen.

Als schnell Lösung kann man, bevor man eine Aktion wie HA einschalten durchführt, die Größe der Partition prüfen und ggf. die nicht benötigten Logfiles löschen

Ich möchte hier zeigen, wie das Logging für xensource.log und xenstored-access.log geändert werden kann, denn der Parameter

xe log-set-output

wird zumindest in meinem Test nicht respektiert. Hier sollte man, in Theorie, den Loglevel einstellen können (debug, info, warn, error).
Wenn man sich das Logfile xensource.log ansieht, dann sieht man Einträge ähnlich diesem hier:

Nov 4 13:11:07 host1 xenopsd-xc: [debug|host1|3 |queue|xenops_server] Queue.push ["VM_check_state", "583a65f4-bb23-34ee-aabd-1b63bc71d250"] onto redirected 583a65f4-bb23-34ee-aabd-1b63bc71d250:[ ["VM_check_state", "583a65f4-bb23-34ee-aabd-1b63bc71d250"] ]

also ganz klar Debug Einträge.

In dem Logfile xenstored-access.log steht ‚debug‘ nicht im logging – allerdings werden teilweise read/write Befehle auf VMs geloggt bei denen es sich offensichtlich um Debug Einträge handelt. Wenn man die unten stehenden Anpassung durchführt, wird man danach sehen, dass wesentlich weniger in das Logfile geschrieben wird.

Alle hier gezeigten Anpassungen erfolgen auf eigenes Risiko – bitte nur durchführen, wenn die Auswirkungen bewusst sind – ich schließe jede Haftung aus!

Die Anpassungen für das Logging nehmen wir direkt im Syslogger der Dom0 vor, dazu loggen wir uns auf die Konsole des jeweiligen Hosts ein und führen in der Shell den folgenden Befehl aus:

nano /etc/rsyslog.d/xenserver.conf

hier finden wir dann unter anderem die folgenden Einträge:

# Xapi, xenopsd echo to syslog local5
local5.* -/var/log/xensource.log
# xenstore access to syslog local3
local3.info -/var/log/xenstored-access.log

diese ändern wir wie folgt ab:

# Xapi, xenopsd echo to syslog local5
local5.error -/var/log/xensource.log
# xenstore access to syslog local3
local3.error -/var/log/xenstored-access.log

Speichern die Änderungen und starten den Syslogger neu

service rsyslog restart

geloggt werden nun alle Ereignisse mit dem Level Error und höher.

Wenn ihr wieder auf den Standard umstellen wollte, dann einfach das error wieder durch * ersetzen!

 

XenServer 6.x: Virtuelle Maschine von ISO statt von HDD booten (Rescue Mode)

Ihr möchtet eure XenServer VM von einer ISO booten – z.B. von einer Live CD oder eine Wiederherstellungs CD?

Hier ist die Lösung:

Zunächst mountet ihr die ISO Datei – danach fahrt ihr die VM herunter.

Dann geht ihr im Menü unter VM auf Start und wählt dort Start in Recovery Mode aus.

Xen recovery

Das war schon der ganze Trick – die VM startet nun von der ISO.

Ein weiterer Neustart und ihr seid wieder auf der VM selbst.

 

Microsoft Sculpt Ergonomische Tastatur – Probleme mit Tastatur Wiederholung beheben

Ich bin Besitzer einer Tastatur Maus Kombo von Microsoft – dem Microsoft Sculpt Ergonomic Desktop. Für mich die ideale Tastatur, Ergonomisch, Kabellos und gut.

Ich habe (bzw. hatte) nur ein Problem damit:
Immer wenn ich eine Taste für länger als 10 Sekunden gedrückt habe – ist diese Taste virtuell stecken geblieben – und wurde solange wiederholt, bis ich die Taste erneut gedrückt hatte. Das hat mich wahnsinnig gemacht, dann ich konnte den Grund hierfür nicht finden.

Wenn ihr auch dieses Problem habt – dann kann ich euch hier die Lösung präsentieren – hurra!

Es liegt an den Energie Einstellungen der Tastatur im Geräte – Manager

Logisch, wo soll es sonst dran liegen – hätte man ja auch direkt drauf kommen können :)

Zur Abhilfe macht ihr bitte folgendes.

Ihr öffnet den Geräte Manager sucht den Punkt Eingabegeräte (Human Interface Devices) und dort Microsoft-Hardware – USB-Tastatur , rechte Maustaste daraud, fann unter Energieverwaltung alle Haken entfernen.

Microsoft Sculpt Ergonomic

Tada – so einfach!