Konzertkritik: Evanescence

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Ich mag die Musik von Evanescence, aber habe es leider immer verpasst zu einem zu gehen. Nun, nach einigen Jahren warten, gab es endlich die Möglichkeit endlich einen Gig zu sehen und so habe ich mir im Juli direkt meine Karte für das in der Mitsubishi Electric Hall in Düsseldorf gesichert. Viele werden die Halle noch als Philipshalle kennen….

Die Anfahrt zur Halle war so wie ich das in Erinnerung hatte – grauenhaft, die Parkmöglichkeiten an der Halle sind immer direkt erschöpft und es gab ohne Ende Stau. Nachdem ich endlich einen Parkplatz gefunden hatte habe ich mir noch was zu Essen geholt. Im Imbiss saßen reichlich Leute um die 40 – alle schienen zum Konzert zu wollen :)
Am Nebentisch wurde per Handy die Auskunft verteilt, dass die Vorband Mist war und man sich beeilen wollte – plötzlich war der Laden leer und ich machte mich auch auf den Weg in die Halle. Hier angekommen fand ich – ähnlich wie bei den Guano Apes im e-Werk – dass die Halle reichlich leer war, irgendwie hatte ich Konzerte früher voller in Erinnerung, mag aber auch an den moderneren Brandschutzvorschriften liegen.

Das Publikum sah auch irgendwie gesitteter aus als ich das von früher kannte – dennoch lag Patschuli Duft in der Halle und ich konnte vereinzelt Gothik Klamotten ausmachen. Das Durchschnittsalter dürfte so bei 35 gelegen haben.

Das Licht ging aus und ich war noch grade rechtzeitig gekommen – allerdings kam eine sehr blonde Sängerin auf die Bühne – das konnte nicht Amy Lee sein, zumindest hätte es mich reichlich gewundert.

Es stellt sich heraus, dass es noch eine Vorgruppe gab – ‘The Pretty Reckless’ – und was soll ich sagen, die waren richtig richtig gut. Die Sängerin – Taylor Momsen, eigentlich Schauspielerin und evtl. aus ‘Gossip Girl’ bekannt – hat für eine 18 jährige eine erstaunlich kräftige Rockröhre. Die Band lieferte einige ziemlich gute Songs ab – ‘Zombie’ und ‘Make Me Wanna Die’ fand ich richtig Klasse. Der Ton war super, und die Show ziemlich sexy, was meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen da die Musik aus so überzeugt hat. Ich habe mir bei Amazon die CD ‘Light me up’ herunter geladen – lohnt sich!

Nach einer weiteren Umbauphase war es dann endlich so weit und Evanescence kam auf die Bühne.

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Als Opener spielten sie ‘What you want’ – das war ein gelungener Einstieg und als schlauer Schachzug wurde mit ‘Going Under’ ein alter Song nachgeschoben. Das Publikum war voll dabei, ging mit und die Stimmung war direkt auf einem Höhepunkt. Das folgende Programm war dann ein guter Mix aus dem Repertoire, ich hätte mir mehr alte Stücke gewünscht, aber ok.

Hier die Setlist, hoffe ich habe alles korrekt mitbekommen:

  1. What You Want
  2. Going under
  3. The Other Side
  4. Weight of the World
  5. The Change
  6. Made of Stone
  7. Lost in Paradise
  8. My Heart is Broken
  9. Lithium
  10. Sick
  11. Oceans
  12. Call me when You’re Sober
  13. Imaginary
  14. Bring me to Life
  15. Never Go Back
  16. Your Star
  17. My Immortal

17 Songs hört sich viel an – aber das Konzert ging grade mal 1 Stunde 20 Minuten – das fand ich sehr schwach, da kenne ich Bands die länger spielen. Alles in allem ein gutes Konzert, ich würde wieder hingehen, aber es hätte etwas mehr sein dürfen und etwas mehr Interaktion mit dem Publikum.

Amy am Piano ist den Besuch auf jeden Fall wert gewesen und bei My Immortal gab es tatsächlich die guten alten Feuerzeuge zu sehen und nicht nur Handys und Fotoapparate mit denen auf Teufel komm raus gefilmt wurde :)

Evanescence | The Pretty Reckless |

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