Kino: Kiss & Kill

Dank Freikarte habe ich mich heute für den vermeindlichen Frauenfilm Kiss & Kill ins begeben. Der sah ganz vielversprechend aus deswegen entschloss ich mich tatsächlich den anzusehen. Ok, ich hätte es besser wissen können oder sollen, oder meinem Bauchgefühl trauen – aber es war ja nun mal und ich hatte gefühlt nichts besseres zu tun.

Der Film ist laut Kinowelt eine ‚actiongeladene romantische Komödie‘ – vielleicht ist das Ziel ein wenig zu hoch gesteckt und man hätte besser die Action weggelassen und versucht lediglich eine Komödie zu machen – oder man hatte genau das im Sinn und entschloss sich dann spontan (mangels fehlender Gags?) ein wenig Action rein zu mischen. Ich weiß es nicht.

Weiter nach dem Break – SPOILERALARM!!

Cast: Ashton Kutcher (Spencer), Katherine Heigl (Jen oder Jennifer oder Jenny – nein eigentlich nur Jen), Catherine O’Hara ( Mrs. Kornfeldt), Tom Selleck (Magnum Mr. Kornfeldt), weitere bekannte Gesichter: keine
Regisseur: Robert Luketic
Jahr: 2010
Laufzeit: zu lang (93 min)

(Kurz)Story: Kürzlich verlassene Frau lernt auf Reise mit Ihren Eltern Traummann kennen und lieben. Er sprengt im Auftrag seiner Majestät noch schnell einen Helikopter in die Luft und beschließt dann normal zu werden. Hochzeit (vermutlich, sieht man ja nicht ), Blende 3 Jahre später. Jen findet heraus, dass Spencer eine Vergangenheit bei der CIA hat (vermutlich da das nur im Titel auftauchte – oder ich hab’s verschlafen) – Baller Baller, Peng Puff – jeder ist auf einmal ein Auftragskiller und dann das versöhnliche Ende – es gibt ein Kind, OMA und OPA sind glücklich – alle lieben sich. Nein danke…

How good is it: Nunja, es ginge noch viel schlimmer – das mal als Rettung. Ich weiß nicht so recht warum der Film nicht wirklich funktioniert, eigentlich denke ich, dass es hätte klappen können, aber die Geschichte ist zu flach und unwahrscheinlich erzählt. Nichts gegen unwahrscheinliche Filme – aber dumm unwahrscheinlich floppt meisten.

Die Schauspieler hätten eigentlich das Zeug gehabt einen witzigen Film abzuliefern, aber der Film wechselt (unabsichtlich) zu oft zwischen seriös und Möchtegern Komödie.
Zum ersten habe ich Ashton Kutcher den Geheimagenten der sein Leben ändern möchte nicht abgenommen, geht nicht – sorry. Dann ist der Film keine Agentenkomödie – dafür sind zu wenig gute Gags enthalten, ich glaube ich habe zwei mal gelacht – ansonsten bestenfalls geschmunzelt (wenn überhaupt).
Ok – im Kino war eine Frau die das anscheinend alles super Witzig fand, oder sie war besoffen, anders kann ich mit die laute und penetrante Art den Film zu belachen und zu kommentieren nicht erklären. Blöderweise (für den Film) war sie so hohl, dass der Rest des Kinos eigentlich mehr über sie als über den Film gelacht hat. Anyways – zurück zum Film.


Der Film hat eigentlich eine gute Pace – wirkliche Längen gibt es nicht. Aber der Film ist streckenweise unlogisch, Polizei scheint es in dem Kaff wo die wohnen nicht zu geben und jeder übergewichtige Mitarbeiter mutiert plötzlich zum Ninja – dümmliche Nachbars Pärchen zu Maschinengewehr bewaffneten Auftragskillern, gute Freunde zu größten Feinden.
Außerdem hat mich maßlos gestört, dass Spencer und Jen – obwohl sie abhauen wollen – immer wieder zu Ihrem Haus zurück fahren. Wenn 20 Millionen Dollar auf meinen Kopf ausgesetzt wären, dann würde ich nicht wieder dahin fahren wo mich jeder sucht sondern vielleicht versuchen mich zu verstecken.
Am Ende stellt sich heraus, dass Jens Vater (Mr. Kornfeldt) auch ein Agent war, seine Spürhunde auf Spencer angesetzt hattte und als der dann von seinem alten Chef kontaktiert wurde beschloss diesem und Spencer ein Ende zu bereiten. OK, er hätte ihn vielleicht am einfachsten selbst umgelegt – aber naja, muss ja nicht logisch sein.
Mrs. Korndfeldt soff sich so quer durch die ganze Story und hat diese so unbeteiligt erlebt wie der Regisseur vermutlich auch.
Kurz vor Schluß ist wieder ein Zeitsprung, Jen’s Baby ist da, alle sind wieder Freunde und das wars dann.

Ashton Kutscher hat gespielt wie immer, Katherine Heigl war ok aber nicht glaubwürdig, Catherine O’Hara hat es scheinbar nur besoffen geschafft mit zu und Tom Selleck arbeitete gut konnte aber den Film auch nicht retten.

Im direkten Vergleich müsste sich der Film Mr. & Mrs. Smith stellen, versucht er ihn doch in gewisser Weise zu kopieren. Diese Filme zu vergleichen wäre aber zu frech, daher lasse ich es besser.

Resume: Story die nicht zündet, Gags die nicht landen. Nicht schlecht aber auch nicht gut. Plätschert dahin wie ein Gebirgsbach in Holland.

Meine Bewertung:

Deine Bewertung:

Trailer:

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eMail-Benachrichtigung bei Kommentaren. Auch möglich: Abo ohne Kommentar.