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WordPress Multisite Multidomain Einrichtung

Eine WordPress Installation ist eine feine Sache und besonders hilfreich, wenn man ein Blog betreiben möchte :)

Bei einer Multisite Installation könnt ihr unter einer WordPress Installation sogar mehrere Blogs laufen lassen und voneinander unabhängig konfigurieren (User, Plugins etc) – die Urls der Blogs heißen dann blog1.domain.de, blog2.domain.de und so weiter.
Normalerweise nutzt man dass wenn man ein Blognetzwerk aufbaut und dann natürlich gerne alles unter einer Domain laufen hätte (ähnlich wordpress.com).

Wenn du deine eigenen Blogs  unter einer WordPress Installation aber mit verschiedenen Domainnamen betreiben möchtest, dass musst du die Multidomain Erweiterung durchführen.
Der Vorteil ist, das man mehrere Domain mit unterschiedlichem Content befeuern kann aber nicht n-verschiedene WordPress Installationen aufsetzen, updaten, upgraden und mit Plug-Ins und Themes befüttern muss. Diese Arbeit macht man hier nur einmal und gibt alle Plug-Ins und Themes für alle Blogs frei.

Wenn du das nutzen möchtest, dann musst du zunächst dein WordPress Multisite fähig machen, dass habe ich schon hier in einem Post beschrieben.

Wenn das Fertig ist, dann geht die Anleitung für Multidomain hier direkt weiter!

Schritt 1: Plugin Installation

Für die Multidomain Fähigkeit musst du dir ein Plug-In installieren – das WordPress MU Domain Mapping Plug-In. Installiert werden kann das Plug-In über die WordPress Plug-In Suche oder manuell.

multi_4ACHTUNG!
In Abweichung zu den bekannten Plug-In Installationen muss bei diesem hier eine Datei manuell verschoben werden. Diese Datei heißt sunrise.php, und befindet sich nach der Installation im Ordner /wp-content/plugins/wordpress-mu-domain-mapping. Diese Datei muss direkt in den wp-content Ordner verschoben werden (z.B. per FTP).

Bei der sunrise.php Datei handelt es sich um eine spezielle WordPress Datei, diese muss auch noch aktiviert werden (Schritt 2)
Sollte bereits eine sunrise.php Datei vorhanden sein, dann bitte die Inhalte der beiden Dateien vergleichen und ggf. zusammenführen!

Schritt 2: wp-config.php anpassen

Damit die sunrise.php Datei in WordPress abgearbeitet wird muss diese in der wp-config.php aktiviert werden. Dazu editiert man die wp-config.php Datei und fügt folgende Zeile ein:

define( 'SUNRISE', 'on' );

Dieser Eintrag muss vor der letzten ‘require_once’ Anweisung stehen, in der Regel also ziemlich am Ende der wp-config.php!

Schritt 3: WordPress Einstellung

Das Domain Mapping Plug-In ist nun bereit zur Arbeit, muss aber noch korrekt eingestellt werden damit es weiß was es machen soll. Dazu loggst du dich als Netzwerk Admin in WordPress ein. Hier sollte auf dem Dashboard eine Meldung stehen ‘Domain Mapping Database has been setup’. 
Dann gehst zum neuen Menü Einstellungen > Domain Mapping

domainmapping

Auf dieser Einstellungsseite hast du dann einige Optionen zum einstellen.

Im Feld oben wird die IP Adresse des Servers eingetragen, über diese IP Adresse sind die Domains dann zu erreichen. Sollte der Server mehrere IP Adressen bedienen, dann hier bitte alle IP’s Komma getrennt eintragen. Alternativ kann man einen CNAME nutzen der auf den Server zeigt – die Nutzung der IP Adresse ist zu bevorzugen. Die hier eingetragenen Daten gelten in erster Linie für die Information des Blogusers zur Einrichtung der Domain DNS Einträge.

Dann gibt es noch weitere Optionen:

  • Remote Login – Wenn man diese Option wählt, dann wird man zum einloggen immer auf die Hauptdomain geleitet, der Vorteil hierbei ist, dass man gleichzeitig in alle seine Domains eingeloggt ist, der Nachteil, dass die URL nach dem Login auf eine andere Domain zeigt.
  • Permanent redirect (better fpr your blogger’s pagerank) – zum Weiterleiten der Domains wird eine 301 redirect statt einer 302 genutzt um die Besucher auf die Seiten zu leiten
  • User domain mapping page – Hiermit ermöglicht man den Nutzern ihre eigenen Domains für das Mapping einzutragen.
  • Redirect administration pages to blog’s original domain (remote login disabled if redirect disabled) – Hierbei werden alle Admin Seiten unterhalb der Haupt Domain angezeigt (statt auf Ihrer eigenen Domain). Diese Funktion muss eingeschaltet werden damit das ‘Remote Login’ funktioniert
  • Disable primary domain check. Sites will not redirect to one domain name. May cause duplicate content issues – ignoriert die Haupt Domain Einstellung deiner Seiten. Der gleiche Content wird dann über verschiedene Domains ausgeliefert was zu erheblichen Problemen mit Google Listings führen kann.
Schritt 4: Domain mappen

Zum Mappen der Domain gibt es dann 2 Möglichkeiten, zum einen kann jeder Blog User seine Domain selbst mappen, zum anderen lässt sich das über das Admin Menü einrichten. Der jeweils andere Weg sieht diese Änderungen, man kann das also nicht doppelt machen.

Zur Einrichtung als User logt man sich in den User Admin Bereich ein und geht auf den Punkt Werkzeuge > Domain Mapping. Hier kann man dann den gewünschten Domainnamen eintragen und festlegen ob das die primäre Blog Domain sein soll (darum haben wir das ja überhaupt eingerichtet, also sollte man das anhaken :) )

multi_5

Der User muss natürlich daran denken, dass er für die Domain die entsprechenden DNS Einträge anpasst, er erhält dazu auf der Einrichtungsseite auch eine kleine Anleitung sowie die Server IP Adresse aus Schritt 3.

multi_6Wenn man diese Seite wieder aufruft, dann sieht man die zugeordneten Domains für dieses Blog und könnte noch weitere Domains zuordnen bzw. entfernen.

Die primären Domains können logischerweise nicht entfernt werden, zunächst müsste man dann eine weitere Domain als primär einrichten (z.B. beim Domain Wechsel).

Über den Netzwerk Admin Bereich kann man die Domain entsprechend auch mappen, hier geht man über Einstellungen > Domains auf die Einstellungsseite und erhält hier einen Überblick über die bereits eingerichteten Domains und sieht auch die Zuordnung zur Site ID.

multi_7

Zum Anlegen einer neuen Domain sucht man sich entsprechend die gewünschte Site ID heraus, trägt eine Domain ein und wählt aus ob das die primäre Domain sein soll – speichern und fertig.

Wichtig ist für den Netzwerk Admin seine Webserver Software so zu konfigurieren, dass die gemappte Domain überhaupt beantwortet wird. Wenn die Domain in z.B. der Apache Konfiguration nicht auftaucht, dann nutzt auch das beste Mapping nix, der Apache wird dankend eine Fehlerseite raus werfen! Alternativ kann man Apache mittels VirtualHost auch so konfigurieren, dass alle Domains per Default auf die WordPress Multisite Multidomain Installation verweisen.

(Dank an Ottopress.com für die ursprüngliche Anleitung – bitte beachten, das diese in Teilen veraltet ist und so nicht mehr genutzt werden kann!)

Im Namen des Volkes…

… ergeht folgendes Urteil!

justiziaSo oder zumindest so ähnlich beginnt jedes Urteil welches in Deutschland von einem Gericht gesprochen wird. Und das hat einen Grund – nach Art. 20 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes geht die Rechtsprechung (wie alle Staatsgewalt) vom Volk aus (Volkssouveränität). Naja, nicht wirklich direkt, und muss schon gar nicht der Meinung des Volkes entsprechen – aber zumindest haben wir gewählt und so quasi unsere Zustimmung erteilt.

Damit die Urteile in unserem Namen ergehen können müssen Gerichtsverhandlungen z.B. grundsätzlich öffentlich sein – es gibt in Deutschland keine Geheimjustiz, daher sind auch alle Gerichtsentscheidungen (Urteile) öffentlich zu halten. Man darf diese – zumindest anonymisiert – kopieren, weiterverbreiten und diskutieren. Die Entscheidungen unterliegen also keinem urheberrechtlichen Schutz.

Das sehen alle Richter so und handeln danach. Alle? Nein, nicht alle, ein kleines gallisches Dorf Richter aus dem schönen Baden-Baden sieht das wohl etwas anders. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat in einem Revisions Verfahren entschieden, dass das Landgericht einen Fall neu entscheiden muss da Fehler gemacht worden sind. Ich bin kein Jurist, nagelt mich bitte nicht auf die Einzelheiten fest.

Und eben der Richter aus Baden-Baden am Landgericht hat nun Schreiben verschickt in denen er diese Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe als vertraulich deklariert und selbst die Auszugsweise Veröffentlichung untersagt. Interessanterweise verfügt der Richter über die Entscheidung einer ihm übergeordneten Instanz – naja.

Das Aktenzeichen der Entscheidung lautet: Ss 371/10-AK 99/10 der Beschluss ist vom 02.02.2011 vom OLG Karlsruhe.

Nach diesem Aktenzeichen kann man natürlich vortrefflich googlen und dann den Cache nutzen. Ich bin mir sicher, dass in Kürze nach dem Streisand-Effekt das Urteil überall verbreitet werden wird, daher erspare ich mir das hier.

VIA, VIA

Google Streetview rechtlich ok

Gerade im Lawblog gelesen:

Hauseigentümer können nicht verhindern, dass Google für den Bilderdienst Street View Fassaden und Gärten fotografiert.

Das Kammergericht Berlin hat den Antrag einer Hausbesitzerin entsprechend abgelehnt. Danach kann es Google nicht untersagt werden vom frei zugänglichen Teil einer Straße aus ein Haus zu fotografieren und dann diese Bilder für Street View zu nutzen.

Allerdings deutete das Gericht auch an, dass die Bewertung anders aussehen kann, wenn Google den nicht direkt einsehbaren Bereich (Garten, Hausinnenräume) mittels einer höher angebrachten Kamera ausnimmt. Sprich, alles was aus einer normalen Sichthöhe sichtbar ist, ist für Street View geeignet, alles was darüber hinaus aufgenommen wird, im Zweifelsfall nicht.

Frage mich, was passiert wenn ich aus einem Doppeldeckerbus fotografieren würde, schließlich wäre ich dann auch höher als normal. Naja, die Hausbesitzerin hat sich wohl dazu eh nicht eingelassen, daher wird darüber dieses mal auch nicht entschieden.
Aber erst einmal 1:0 für Google würde ich sagen. Und ehrlich gesagt finde ich die Entscheidung auch gut, nicht selten kloppen die selben Leute Ihren kompletten Lebenslauf in Facebook oder ähnliche Dienste und regen sich dann darüber auf dass jemand ihr Haus von außen fotografiert, naja, habe ich auch früher nicht verstanden.

Sipgate One–Eine (Handy)Nummer für alles!

Sipgate – ein Voice over IP Anbieter – testet derzeit einen neuen Dienst ‘Sipgate one’.

sip_1

Hier erhält man gratis einen Mobilfunknummer (01570) über die man dann erreichbar ist. Das ist natürlich erst mal nix tolles oder gar neues. Was Sipgate One interessant macht, sind die Zusatzfunktionen:

sip_2Parallel Signalisierung eingehender Anrufe auf ‘Meine Telefone’, hier kann man derzeit eine Handy- eine Festnetz- und eine Skýpe Nummer hinterlegen. Alle angegebenen Geräte sind dann in der Lage eingehende Gespräche an zu nehmen. Auch kann man von allen Geräten über die Mobilrufnummer raus telefonieren, für iPhone, iPad und Android gibt es eine App, für Anrufe über das Festnetz kann man die Web Oberfläche nutzen.

sip_3Intelligenter Anrufbeantworter, dieser speichert die eingegangenen Nachrichten im Web und sendet eine MP3 Datei per E-Mail oder SMS. Der Anrufbeantworter kann mit einer einen Nachricht besprochen werden. Außerdem kann man angeben nach wie vielen Sekunden der Anrufer auf den AB geleitet wird.

Das ist sehr praktisch wenn man für sein Handy und für seine Privatnummer nur einen Anrufbeantworter nutzen möchte und natürlich wenn man die MP3 Funktion nutzen will.
Des weiteren ist diese Funktion super, wenn man jemandem oder irgendwo eine Telefonnummer zur Verfügung stellen muss / möchte, hier aber am liebsten gar keine Gespräche annehmen möchte. Statt dessen darf der Anrufer den AB nutzen oder eben eine Mail schicken. Aber man ist der Pflicht zur Angabe einer Telefonnummer nach gekommen. Auch kann man Anrufe mit unterdrückter Telefonnummer direkt auf den AB schicken, selbst wenn man ansonsten an das Telefon geht, das finde ich besonders praktisch.

Noch zu erwähnen ist, dass der Dienst weder eine Grundgebühr noch eine Vertragsbindung hat. Angerufen werden ist kostenlos (“Für den Anrufer fallen die normalen Gebühren an, die sein Anbieter für Anrufe ins Mobilfunknetz berechnet.”) die ausgehenden Kosten halten sich in Grenzen, man zahlt für Anrufe ins Festnetz 1,79 ct/min und 9,9 ct/min in die deutschen Mobilnetze. Die Tarifliste gibt hier umfassende Auskunft.

Das Ganze hat einen Haken, man kann sich nicht direkt anmelden sondern nur auf eine Voranmeldeliste setzen lassen. Mein Account hat ca. 1 Monat für die Freischaltung benötigt. Gestern kam dann endlich mein Anmelde PIN und ich habe den Account direkt eingerichtet. Die Einrichtung ist Kinder leicht, leider gab es keine wirklich schöne Rufnummer zur Auswahl – aber für lau ist das schon ok.

Ein Testanruf funktionierte direkt nach dem Anmelden Problemlos, ich habe auch umgehend die E-Mail mit der Sprachdatei erhalten, scheint alles in allem sehr gut zu laufen. Schade, dass man Sipgate-One nicht mit seinem normalen Sipgate Account verbinden kann, ist aber möglich, dass das nach der Beta Phase dann funktioniert.

Ich werde die Nummer auf jeden Fall dort benutzen wo ich nicht meine direkte Rufnummer heraus geben möchte (weil z.B. dann die Frau oder die Kids mit Anrufen belästigt werden könnten) und schaden kann so ein ‘Proxy’ ja nix :)

Also, hop hop, zur Voranmeldung!

Kalender Synchronisieren (iPhone, Google, Exchange, Thunderbird)

Wer kennt das nicht, man hat alle mögliche Soft- und Hardware und möchte eigentlich nur einen einzigen Kalender pflegen der dann auf allen Devices zur Verfügung steht.

Bei mir sind das derzeit folgende Partner die ich synchronisiert halten möchte:
1. Outlook (mit Firmen Exchange Server)
2. iPhone
3. Thunderbird
4. Google Kalender

Bisher hatte ich immer alle Termin in mindestens 2 verschiedenen Instanzen und irgendwie nix gescheitet zusammen. Das wollte ich ändern und habe mir überlegt, wie ich alle Kalender Applikationen so anbinden kann, dass alle die gleichen Informationen und Kalenderinhalte vorhalten.

Der Weg zu dem ich dann gekommen bin ist:

iPhone <—> Exchange <—> Google <—> Thunderbird

iPhone und Exchange:
Die Anbindung funktioniert von Haus aus Problemlos da sie nativ vom iPhone mitgebracht/unterstütz wird.

Exchange und Google:
Zuerst benötigt man natürlich einen Google Mail Account, ansonsten hat man ja auch keinen Kalender :) . 
Dann muss man sich ein Stück Software installieren damit der Sync klappt – den “Google Calendar Sync” (AnleitungDownload) . Dieser wird auf einem Client installiert – am Besten natürlich auf einem Client der möglichst geringe Offline Zeiten hat.
Nach der Installation erhält man eine kleine Konfigurationsmöglichkeit:
Google Calendar Sync Settings window

Hier unbedingt auf 2-way einstellen, seine Google Account Daten eintragen und dann die Sync Zeit herunter setzen. 10 Minuten ist hierbei die kürzeste Zeit, aber das sollte doch ausreichen. Nach ‘Save’ läuft das ganze und synchronisiert den Kalender, weitere Einstellungen muss man nicht vornehmen.
In der Taskleiste gibt es noch eine Icon mit dem man den Sync forcieren kann sowie den letzten Sync Zeitpunkt sehen kann.

Google und Thunderbird:
Thunderbird bringt leider keinen eigenen Kalender mit, aber es gibt eine Erweiterung von Mozilla welche die Kalender Funktionalität mitbringt (Lightning) – zunächst installiert man also Lightning sonst wird wieder mal der Sync schwer.
Kalender hat man dann schon mal, fehlt nur noch der Sync, dazu muss eine weitere Erweiterung her – der Provider für Google Kalender. Zum einbinden des Google Kalenders öffnet man diesen und nutzt den Einstellungen Link rechts oben in der Ecke (dann Kalender-Einstellungen).
Unter dem Punkt Kalender wählt man nun den gewünschten Kalender aus und wird auf die Kalenderdetails Seite geleitet.

Google Kalender
Dort befinden sich am Ende der Seite zwei XML Buttons. Einen von diesen klickt man an (ist egal welchen) und kopiert sich die dann angezeigt URL heraus.
In Thunderbird geht man nun auf Datei > Neu > Kalender und wählt ‘Im Netzwerk’ aus. Auf der nächsten Seite dann logischerweise ‘Google Kalender’ und fügt darunter die kopierte Kalender URL ein. Dann noch speichern und schon wird der Google Kalender fein synchronisiert.

Nachdem nun alle Kalender, Konnektoren und Sync Tools eingerichtet sind kann man sich über einen Kalender freuen der überall die gleichen Daten enthält – Hurra!

Bitte beachten, dass es natürlich noch die Synczeiten zu beachten gibt, also kann es ein wenig dauern bis alle Termine korrekt auf allen Devices erscheinen.